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03.04.2008

Webers Smart-Klappe erhält den "Oscar"

Südkurier, Lokalteil, Redakteur Andreas Lang

Markdorfer Unternehmer wird in Paris mit "JEC Innovation Award" ausgezeichnet. In Fachkreisen gilt der JEC Innovation Award als der "Oscar" unter den Preisen für innovative Unternehmen. Seit zehn Jahren wird diese hohe Auszeichnung vergeben.

Das Markdorfer Unternehmen Albert Weber hat die Weltkonzerne in der Kunststoff-Sparte hinter sich gelassen und durfte den begehrten Preis nun entgegennehmen.

Gleich mit dem ersten Serienprodukt konnte sich die Weber Automotive GmbH mit ihrer Kunststoff-Sparte Weber-Fibertech bei den Fach-Juroren des renommierten JEC Innovation Awards 2008 durchsetzen. Bewertet in der Kategorie "Ground Transport & Automotive" wurden technischer Stellenwert, Marktpotenzial, Originalität, wirtschaftliche Bedeutung und die Zusammenarbeit der beteiligten Partner. Die JEC Composites Innovation Awards wurden im Rahmen der Pariser Verbundwerkstoffmesse im Louvre verliehen.

Norbert Stötzner, Leiter Entwicklung und die beiden Geschäfstführer Albert Weber und Christian Weber unmittelbar nach der Preisverleihung im Louvre in Paris. 

Albert Weber:"Der "JEC Inovation Award" ist die höchste Auszeichnung in unserer Firmengeschichte und unser Familienbetrieb ist sehr stolz darauf."

 

Bei dem bewerteten Produkt handelt es sich um Innendeckel und Strukturteil der Heckklappe des aktuellen "Smart fortwo", die Weber Fibertech seit Ende 2006 am Standort in Markdorf fertigt. Insgesamt 120000 Teile wurden bisher an den Kleinwagenhersteller Smart ausgeliefert. Dank des in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Entwicklungsunternehmen Esoro entwickelten Verfahrens "E-LFT" konnten die Steifigkeit des Staufachteils gegenüber dem Vorgänger signifikant erhöht, das Crashverhalten verbessert und die Systemkosten um 10 Prozent gesenkt werden. Die Bauteile werden von Weber in einem einzigen Umformprozess weitgehend automatisiert auf LFT-D-Anlagen des Pressenherstellers Dieffenbacher hergestellt. Mit den in der Praxis erreichten niedrigen Taktzeiten liegt das Unternehmen voll im Plan und stellt damit die Großserientauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis. Damit ergeben sich für die Fertigung von Leichtbaukomponenten auch an einem Hochlohnstandort völlig neue wirtschaftliche Perspektiven.

Für die nahe Zukunft kündigt das Unternehmen die Fertigung von Rücksitzlehnen mit Gurtintegration als weiteren Beitrag zur Gewichts- und CO-Reduktion in der Automobilindustrie an. Langfristige Vision ist die Herstellung einer kompletten Fahrgastzelle, die in den CAD-Rechnern der Ingenieure bereits Gestalt angenommen hat.

 Bei der Preisverleihung nahmen die beiden Geschäftsführer Albert Weber und sein Sohn Christian Weber sowie ein Vertreter des Schweizer Entwicklungsunternehmens Esoro, das exklusiv für Weber arbeitet, und ein Vertreter des Pressenherstellers Dieffenbacher den Preis entgegen. Jetzt gehe es darum, die Technik am Markt zu etablieren. Erste, viel versprechende Verhandlungen mit einem europäischen Fahrzeughersteller seien bereits kurz vor dem Abschluss, erklärte Albert Weber. "Die hohe Auszeichnung hilft uns, bei den großen Fahrzeugherstellern wahrgenommen zu werden", sagte Weber, "der JEC Innovation Award ist die höchste Auszeichnung in unserer Firmengeschichte und unser Familienbetrieb ist sehr stolz darauf", so Weber.  

 

Unternehmer Albert Weber widmet den "JEC Innovation Award" seinen Mitarbeitern und Führungskräften der Weber Fibertech. Die Auszeichnung wird im Foyer der Verwaltungszentrale von Albert Weber plaziert. Unternehmer Albert Weber (von links) ist mit Produktionsleiter Otto Rössler und Entwicklungsleiter Norbert Stötzner stolz auf die Auszeichung.