Groß-Auftrag für WeberDie Weber Automotive GmbH vermeldet den bislang größten Einzelauftrag der Firmengeschichte: Ein US-amerikanischer Nutzfahrzeuge- und Motorenhersteller wird in den nächsten fünf Jahren jährlich je 30000 Motorenblöcke und Zylinderköpfe von den Markdorfer Motorenspezialisten beziehen. Dies teilte das Unternehmen am Rande der Frankfurter Automobilmesse IAA mit.Auszug aus dem Bericht des Lokalteils Markdorf , Redakteur Helmar Grupp
Markdorf/Frankfurt - Der Auftrag, laut Firmenchef Albert Weber der "größte Einzelauftrag in der 38-jährigen Unternehmensgeschichte", werde vor allem dem Firmensitz Markdorf zugute kommen. Rund 300 der derzeit knapp 600 Mitarbeiter werden am Standort Markdorf beschäftigt. In Folge des Großauftrages und durch eine beabsichtigte Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Nutzfahrzeugebereich sollen weltweit bis 2009 weitere 200 Mitarbeiter eingestellt werden, "ein Großteil davon in Markdorf", so Weber im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Der Auftrag beläuft sich Weber zufolge auf ein Gesamtvolumen im "hohen zweistelligen Millionenbereich". Der Vertrag werde in Kürze ratifiziert und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Man gehe jedoch bereits jetzt von einer langfristigen Zusammenarbeit aus. Über den Namen des Kunden sei Stillschweigen vereinbart worden. Es handele sich um einen der "renommiertesten Nutzfahrzeuge- und Motorenhersteller in den USA".
Dies sei erst der erste Schritt, sagte Weber gestern. Für die Markdorfer soll der Auftrag ein Türöffner sein. Bislang wurden 90 bis 95 Prozent der Geschäftstätigkeit im Pkw-Segment abgewickelt, nun will Weber verstärkt in den Nutzfahrzeugbereich einsteigen. Inzwischen sei man schon mit weiteren Nutzfahrzeuge- und Motorenherstellern im Gespräch: "Das ist ein bedeutender Zukunftsschritt für unser Unternehmen. Wir werden auf diesem Weg noch stark wachsen in der Zukunft", so Weber.
Dem US-Kunden seien technische Kompetenz und Qualität wichtig gewesen. In den Verhandlungen habe man sich im internationalen Wettbewerb durchgesetzt. Das wichtigste Signal: "Alles wird in Markdorf produziert. Wir konnten uns mit dem deutschen Standort gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen." In Markdorf stünden daher die Zeichen auf Expansion. Man werde erheblich in Maschinen investieren und eine Ausweitung der Produktionskapazitäten prüfen, kündigt Weber an.
Dies soll sich auch in der Gesamtleistung niederschlagen: So soll der Umsatz der Firmengruppe, in 2006 laut Weber im knapp dreistelligen Millionenbereich, bis 2009 verdoppelt werden. Weniger erfreulich sieht es beim Ergebnis aus: Auch in diesem Jahr wird Weber Automotive deutliche rote Zahlen schreiben. Zum Jahresende 2008 bzw. zum Jahresanfang 2009 werde die Gruppe nach derzeitigem Stand erstmals wieder Gewinne einfahren, kündigte Weber an.
Firmenchef Albert Weber und sein Stellvertreter,
Über den bisherigen IAA-Auftritt zeigt er sich sehr zufrieden: "Wir haben eine Riesen-Resonanz, alle namhaften PKW-Hersteller aus Europa und den USA sind an unserem Stand gewesen." Dies zeige, dass das Unternehmen mit seinen "Zukunfts-Themen" Hybrid, verbrauchs- und schadstoffarme Zweizylinder sowie Faserverbundwerkstoffe "top-aktuell" sei: "Wir haben schon vor zehn Jahren in diese Entwicklungen investiert und sind heute auf der Höhe der Zeit."
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"Weber-Äpfel": Ein Gruß vom Bodensee |

