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17.09.2008

Big Order from overseas

Südkurier, Helmar Grupp

Albert Weber builts in Markdorf engine blocks and cylinder heads for the US-engine producer Cummins.

Following you can read the original article,  published in the local paper: 

Markdorf - Weber Automotive ist der einzige unabhängige deutsche Hersteller von Serienmotoren. Beim Firmenbesuch von Landrat Wölfle informierte Unternehmensgründer Albert Weber über Entwicklungen der Automobilindustrie und über einbrechende Märkte in den USA aufgrund geänderten Kundenverhaltens. Großvolumige Motoren werden weniger nachgefragt, was sich auf die Auftragslage deutscher Zulieferer negativ auswirkt. 30 bis 40 Prozent der platzierten Aufträge seien weggebrochen.

 

Umgekehrt, so Weber, sei die Situation im Bereich der Nutzfahrzeuge. Auf diesem Gebiet hat das 39 Jahre alte Unternehmen laut Weber den größten Auftrag der Firmengeschichte erhalten. Für den amerikanischen Motorenhersteller Cummins, der große US-Trucks ausstattet, bauen die Markdorfer ab November monatlich 110 Motorblöcke und Zylinderköpfe. Das entspreche 30 Prozent der Cummins-Produktion und sei vergleichbar mit der Herstellung von 600 Pkw-Motoren, sagte Albert Weber. Hintergrund ist der Umstand, dass Caterpillar, der Cummins-Mitbewerber auf dem US-Markt, aus dem Geschäft aussteigt und Cummins den Mehrbedarf zukaufen muss - bei Albert Weber in Markdorf. Bob Lutz, lebende Ikone der US-Autoindustrie, hatte laut Albert Weber bereits vor einem Jahrzehnt gesagt, man müsse Motoren nicht selber bauen, sondern könne sie auch zukaufen. Für diesen Auftrag hat Weber eine moderne Produktionsanlage installiert. Man sei zwar etwas vorsichtiger bei den Einstellungen geworden, könne aber noch genug beschäftigen. Der Unternehmer setzt weiterhin auf den amerikanischen Markt, denn er weiß, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2011 aufgrund verschärfter Abgasbestimmungen völlig neue Motoren herausbringen müssen: kleinere und sauberere.

 


Grundlage für den Erfolg von Albert Weber sei die Qualität, hieß es gestern. Und für die zeichnet Bernhard Hauser verantwortlich. Der gelernte Dreher arbeitet seit 1969 bei Weber, ist ein Mann der ersten Stunde und hat heute ausschließlich Ingenieure als Mitarbeiter. Weber Automotive bildet derzeit 25 junge Menschen aus. Acht davon lernen Industrie- und Zerspanungsmechaniker, eine handwerkliche Ausbildung, die von der Pike auf gelernt werden muss. Dazu gehört beispielsweise das Feilen. Der Firmenchef erinnert sich: Bei seiner Ausbildung in der Firma Kyburz musste er drei Monate lang feilen lernen.

 

Nicht nur Kurbelwellen und Motoren: In der Ausbildungsstätte interessierte sich Landrat Wölfle für Schachfiguren, die von Lehrlingen aus Aluminium und Messing gefertigt wurden. Von links: Stefan Diwisch, Abteilungsleiter Werkzeugbau und Lehrlingsausbildung, Albert Weber, Landrat Lothar Wölfle und Bürgermeister Bernd Gerber (Bild Südkurier).